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Wichtige Infos

21.07. Sommerabschluss

22.-23.07. Auftritte beim Fleckenhock Albershausen

Training in den Sommerferien siehe Zettel


Geschichte der Abteilung Sportakrobatik beim TSGV Albershausen

1950-1959: Es war im Jahre 1950, als Georg Mäußnest sich für den Kunstkraftsport, den er zuvor in russischer Gefangenschaft kennen gelernt hatte, entschied. Zuvor Turner und Leichtathlet, fand er nun Gefallen an der schönen Kunst der starken Männer. Die Versuche in Albershausen eine Akrobatikgruppe aufzustellen, schlugen fürs erste fehl, so dass er sich dem SV Ebersbach anschloss, der in Adi Hirsch und Ernst Ingerl bereits eine Zweiergruppe hatte. Die 3 Adis wie sie sich fortan nannten, wurden bald ein Begriff. Fünf Deutsche Meistertitel errang Georg Mäußnest in seiner Zeit beim SV Ebersbach. 1958 entstand dort eine neue Gruppe, die ausschließlich aus Albershausen bestand: Georg Mäußnest, Ella Dannenmann und Ulli Necker. Auch diese Gruppe konnte sich bei den Landes- und Bundesmeisterschaften ausgezeichnet platzieren.         

1960-1969: Ende 1963 trennte sich Georg Mäußnest vom SV Ebersbach und gründete in Albershausen eine eigene Gruppe. Dies war zugleich der Beginn der Abteilung Kunstkraftsport - Sportakrobatik. Zusammen mit seinen beiden Söhnen Günther und Roland begann er den Aufbau. Mit viel Fleiß und Können entwickelte sich daraus eine Gruppe, die sich nach kurzer Zeit ins Vorfeld des Württembergischen Kunstkraftsports schob. Im Oktober 1967 wurde dem TSGV die Deutschen Kunstkraftsportmeisterschaften der Jugend übertragen. Es war die erste Großveranstaltung in der neu erstellten Turnhalle. Danach verspürte die Abteilung einen verstärkten Zulauf.

1970-1979: Die "Schollys" mit Georg, Günther, Roland Mäußnest, Martin Kaess und Rolf Jauernick prägten die Abteilung bis 1973.

Mit dem Wandel vom Kunstkraftsport zur Sportakrobatik wandelte sich auch das Bild der Abteilung. Aus dem bisherigen fast reinen Männersport wurde ein lupenreiner Mädchensport in Albershausen.   

1980-1989: Bis 1980 gehörten Petra Wachter, Sybille Schmid und Inge Säufferer sowie Petra Krombholz mit Inge Säufferer zu den Paradegruppen des Vereins. Für die Dreier Damen Gruppe reichte es zwar nie zu einem Deutschen Meistertitel, aber bei Länder-kämpfen kamen sie mehrmals zu Einsätzen und wussten zu gefallen. Inge Säufferer gewann zusammen mit Petra Krombholz in dieser Zeit fünf Deutsche Meistertitel am Trapez. 1981 übernahm Petra Wachter das Training und den Neuaufbau von hoffnungsvollen Talenten um die einzig verbliebene Inge Säufferer. Zusammen mit Tanja Dannenmann wurde 1983 der erste Deutsche Jugendmeistertitel in der Sportakrobatik nach Albershausen geholt. Dass dieser Titel der Beginn einer beispiellosen Trainerkarriere von Petra Wachter werden sollte, konnte damals niemand erahnen.

1983 feierte die Abteilung mit der Nationalmannschaft Polens ihr zwanzigjähriges Bestehen im Rahmen einer SCHAU der MEISTER. Zum Gegenbesuch waren Inge Säufferer/Tanja Dannenmann ein Jahr später mit der Deutschen Mannschaft nach Kelce /Polen eingeladen. 1984 richtete der TSGV zum zweiten Mal die Deutschen Jugendmeisterschaften aus. Da die TSGV - Halle nicht mehr den Wettkampfregeln entsprach, musste in die Uhinger Haldenberghalle ausgewichen werden. Tanja Dannenmann und Doris Pilz nutzen den Heimvorteil und gewannen ihren ersten Titel von weiteren fünf bis 1987. International wurden die beiden bei mehreren Länderkämpfen in England und Belgien eingesetzt. 1988 war der TSGV wieder Ausrichter.

Die neu formierte Dreier Gruppe mit Anja Geißler/Tanja Dannenmann/Tina Ludwig gewannen auf Anhieb alle drei Titel in der Jugendklasse. Bereits ein Jahr später konnten sich wieder TSGV Gruppen auf dem obersten Treppchen platzieren. Daniela Zeller/Stefanie Dudium/Simone Zeller sowie Sonja Kirchner/Karin Bötzel konnten bis 1990 sechs Titel gewinnen. Sonja Kirchner/ Karin Bötzel starteten 1989  mit der Deutschen Nationalmannschaft in Portugal beim Euro-Cup und belegten in der Paarmannschafts-Wertung den 4. Platz.  

1990-1999: 1990 begannen Zeitgleich mit der "Wende" für die TSGV - Sportakrobaten die ganz großen Erfolge. Sämtliche Gruppen wurden wieder neu formiert und bei der ersten Gesamtdeutschen Meisterschaft gewannen Tanja Dannenmann/Daniela Beißwenger Gold bei den Junioren. Die beiden sorgten auch für den ersten  Einzel-Titel in der Meisterklasse 1991 und setzten diesem Jahr die Krone auf. Den TSGV-Sportakrobaten war es gelungen in einer Disziplin (Damen-Paar) in allen vier Altersklassen einen Deutschen Meistertitel zu gewinnen. Es waren dies Karin Bötzel/Tanja Beißwenger bei den Schülern, Tina Ludwig/Julia Seifert in der Jugend, Sonja Kirchner/Simone Zeller bei den Junioren und Tanja Dannenmann/Daniela Beißwenger in der Meisterklasse.

Mit für diese Leistung wurde der TSGV 1992 mit dem "Grünen Band" für vorbildliche Jugendarbeit im Verein, dass der Deutsche Sportbund in Zusammenarbeit mit der Dresdner Bank verbunden mit einem Förderpreis von 10.000 DM vergibt, ausgezeichnet. Diese Auszeichnung durfte der Gründer und seit über 28 Jahre an der Spitze stehende Abteilungsleiter Georg Mäußnest nicht mehr erleben, denn genau am Tage der Bekanntgabe dieser Auszeichnung verstarb Georg Mäußnest in einem Moskauer Krankenhaus. Daniela Zeller/Stefanie Dudium/Simone Herz konnten im Jahr 1993 in der Altersklasse Junioren alle drei deutsche Meistertitel nach Albershausen holen.

Die Moskaureise zum Kosmonauten-Cup sollte ebenso zur Vorbereitung  für  Tanja Dannenmann und Daniela Beißwenger  für die kommende Weltmeisterschaften dienen, wie auch die zuvor durchgeführte Englandreise nach Shrewsburry, wo Sonja Kirchner/Simone Zeller den 2. Platz und Tanja Dannenmann/Daniela Beißwenger den dritten Platz belegten.

Stellvertretend nahm ein halbes Jahr später seine Ehefrau Renate Mäußnest bei der 2. SCHAU der MEISTER den Förderpreis entgegen. Bei den Deutschen Meisterschaften 1995 gewannen völlig überraschend Julia Seifert sowie das Damen Trio Simone Zeller/Corinna Herz/Sandra Scheuring einen Titel in der Juniorenklasse. Anja Geißler/Tina Ludwig/Simone Herz verpassten diesen und mussten sich mit einem 2. Platz zufrieden geben. Sie wurden als Ersatzgruppe für die Weltmeisterschaften in Polen nominiert.          

1996 wurde dem TSGV anlässlich seines 100-jährigen Vereinsjubiläums erneut die Deutsche Jugendmeisterschaft  übertragen. Ausgetragen wurde diese erneut in der Hohenstaufenhalle Göppingen.

Tanja Beißwenger und Leonie Majunke gewannen zwei Titel. Das Trio Simone Zeller/Corinna Herz/Sandra Scheuring steuerte noch einen deutschen Vizemeistertitel in der Balanceübung bei.

Beide Einheiten holten für Württemberg zusammen in der Mannschaft einen weiteren deutschen Meistertitel bei der Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaft.

In der Meisterklasse legten Julia Seifert/Daniela Beißwenger/Stefanie Danneker mit der siegreichen Balanceübung den Grundstock für eine Teilnahme bei der Junioren WM 1997 in Hawaii. Mit einem 7. Platz in der Balanceübung, dem 9. Platz in der Tempoübung und dem 8. Platz im Mehrkampf erreichten sie dann auf der Weltmeisterschaft in Honolulu mehr als man erwarten durfte.

Leider sorgte dann ein Kreuzbandriss von Daniela für ein schnelles Ende ihrer gemeinsamen Karriere.

Simone Zeller/Corinna Herz/Sandra Scheuring sollten in ihre Fußstapfen treten. Krankheitsbedingt verpassten sie die Qualifikation zur Junioren-EM nach Dänemark. Als Ersatz durfte das Trio mit zum Litauen Cup und zum Orange-Blossom nach Los Angeles, wo sie jeweils mit zweiten Plätzen glänzen konnten. Zum Abschied ihrer gemeinsamen Karriere mit 7 DM Titeln gab es bei der Junioren DM 1998 noch zwei Titel.

Patrizia Zeiner holte 1998 auf dem Podest einen weiteren Titel in der Juniorenklasse für die Albershäuser ebenso wie Stefanie Danneker in der Schülerklasse. Mit den neuerlichen Erfolgen haben es die Albershäuser Sportakrobaten auf insgesamt 68 Deutsche Meistertitel gebracht. Im gleichen Jahr wurden die TSGV-Sportakrobaten bereits zum zweiten Mal mit dem "Grünen Band" für Talentförderung im Verein ausgezeichnet.

Die Sportakrobatikabteilung  wurde nach dem Tod seines Gründers Georg Mäußnest von seinem Sohn Günther weitergeführt. Bereits zu einer Traditionsveranstaltung wurde die noch von Georg Mäußnest ins Leben gerufene SCHAU der MEISTER.

Zu dieser internationalen Albershäuser Akrobatikschau konnte der TSGV Gäste aus ganz Deutschland, England, Bulgarien und Ungarn begrüßen. Im Jubiläumsjahr wurde dem TSGV die Ausrichtung der Deutschen Jugendmeisterschaften übertragen.

1999 konnte das Damenpaar Susann Gumbert/Tamara Wagner den deutschen Meistertitel im Mehrkampf in der Jugendklasse als auch mit der Mannschaft Württembergs zwei deutsche Meistertitel gewinnen. Nicolay Kübler wurde deutscher Meister auf dem Podest sowohl bei den Schülern als auch in der Jugend. Mit dem 1. ACRO-CUP in Albershausen im Jahr 1999 sollte dem Albershäuser Publikum ein weiteres Highlight geboten werden, das sich mittlerweile zur Tradition entwickelt hat und alle 2 Jahre stattfindet.

2000-2009: Im Jahr 2000 konnten Deutsche Meistertitel durch Katja Wachter/Patrizia Zeiner mit der Mannschaft Württembergs und Nicolay Kübler auf dem Podest erzielt werden.

Für Deutschland ging das Damen Paar Susann Gumbert/Leonie Majunke bei der Europameisterschaft in Winterthur/Schweiz an den Start und erzielte einen sehr guten 7. Platz im Mehrkampf.

2001 wurde Sabrina Findeis absolut verdient deutsche Jugendmeisterin auf dem Podest.

 

2002 war das Jahr von Patrizia Zeiner und Katja Wachter, denn sie konnten sich sowohl in der Jugend- als auch in der Juniorenklasse alle möglichen deutschen Meistertitel sichern. Christine Scheuring/Jenny Zeiner folgten jeweils knapp dahinter.

Bei der Jugendweltmeisterschaft in Riesa konnten die beiden einen sehr guten 8. Platz belegen. Im gleichen Jahr begann auch die Erfolgsgeschichte von Janina Hiller und Sophia Müller, denn sie gewannen ihren ersten deutschen Titel in der Schülerklasse.

2003 konnten Janina und Sophia in der Jugendklasse ebenfalls wieder alle drei deutschen Meistertitel ergattern und gemeinsam mit Anke Zlotnik/Lea Zeiner/Tanja Findeis und Jenny Ly Kübler/Sabrina Findeis/Melanie Toth sich für die Mannschaft von Württemberg die Goldmedaille sichern. Leonie Majunke/Tamara Wagner/Hannah Pagel wurden zusammen mit der Mannschaft aus Württemberg ebenfalls deutscher Mannschaftsmeister bei den Junoren/Senioren.

Einen weiterer deutscher Meistertitel kam durch Jenny Ly Kübler/Sabrina Findeis/Melanie Toth in der Schülerklasse noch hinzu.